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DEUTSCHLAND
Deutsches Judentum, Deutsche Gegenwart, Sonstiges, ...
 
Deutsches Judentum
Trennungsstrich:
Eine deutsch-jüdische Geschichte
Kosmopolit war ein Schimpfwort. Juden galten als Kosmopoliten in Österreich-Ungarn, in Nazi-Deutschland, in der Sowjetunion. Kosmopolitismus heute ist die Zukunftsvision. Michael Brenner, Professor für jüdische Geschichte und Kultur an der Uni München, eröffnete diese Perspektive in seinem Vortrag "Jüdische Geschichte in Deutschland nach 1945 – nur ein Epilog?", den er anläßlich der Vorstellung der vierbändigen Deutsch-jüdischen Geschichte in der Neuzeit in der Großen Aula der Ludwig-Maximlians-Universität hielt...
Das intellektuelle Vermächtnis des deutschsprachigen Judentums:
"Meinetwegen ist die Welt erschaffen"
Und nicht zuletzt deshalb ist es auch das deutschsprachige Judentum, soweit es der Shoah entgehen konnte, das den Angriff des 20.Jahrhunderts auf das Menschsein des Menschen, insbesondere in Gestalt des deutschen Nationalsozialismus, am grundsätzlichsten reflektiert, nach Motiven und Ursachen befragt und nach Strategien der Vermeidung von Inhumanität für die Zukunft gesucht hat. In ihren wissenschaftlich fundierten Gegenstrategien gegen die Bedrohung und Vernichtung des Menschen waren Juden sich selbst - teils eingestanden, explizit, teils uneingestanden, implizit - das 'erkenntnisleitende' Interesse: Wissenschaft sollte die Bedingungen ihrer eigenen und aller Menschen Zukunft bloß legen...
Amos Elon:
Zu einer anderen Zeit
Die faszinierende Geschichte der Blütezeit der jüdisch-deutschen Epoche...
Zu einer anderen Zeit:
Porträt der jüdisch-deutschen Epoche 1794 -1933
Was bleibt? So möchte man fragen. Pessimisten würden sagen, es habe sich in der Tat um eine großes Mißverständnis auf jüdischer Seite gehandelt. Wer die Zeichen von 1743 bis 1933 richtig interpretierte, der mußte zumindest zu der Erkenntnis gelangen, dass die Juden eigentlich zu keiner Zeit den Deutschen als Deutsche willkommen waren - sie wurden allenfalls geduldet...
Jakob Wassermann:
Mein Weg als Deutscher und Jude
Nur selten ist die Zerrissenheit, die Komplexität und Ernüchterung deutscher Juden eindringlicher beschrieben worden als in Jakob Wassermanns Schrift. Sein Judentum, seine Existenz als Jude, sei der problematischste Teil seines Lebens, über den er daher Rechenschaft ablegen möchte, heißt es zu Beginn. Dabei meint Wassermann jedoch sein Leben als "deutscher Jude", "zwei begriffe, die auch dem Unbefangenen Ausblick auf Fülle von Mißverständnissen, Tragik, Widersprüchen, Hader und Leiden eröffnen"...
"Mi gesa rabbanim":
Leo Baeck-Ausstellung im Münchner Stadtmuseum
Seine ambivalente Stellung zu Deutschland nach Kriegsende revidierte Baeck zwar in sofern, dass er der Meinung war, dass "so lange Juden in Deutschland seien, sie eine Gemeinde haben müssten, in der sie jüdisch leben und wirken könnten". Die Geschichte des deutschen Judentums war für ihn jedoch definitiv zu Ende. Leo Baeck starb 1956. Die Ausstellung bietet interessantes Material, das vor allem die Widersprüche deutsch-jüdischen Lebens in der Moderne verdeutlicht. Liberalismus und Orthodoxie, Zionismus und Assimilation bilden ständige Gegenpole des Gemeindelebens...
Uri Avnery:
Jüdische Portraits
Achtzig Photographien und Gespräche portraitieren die letzte Generation jüdischer Deutscher, die noch in das intellektuelle und geistige Klima der deutsch-jüdischen Symbiose hineingeboren wurde - und die dann dessen Zerstörung erleben musste...
Ignatz Bubis:
Ich bin ein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens
"Ich wünsche mir sehr, dass der Satz "Ich bin ein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" einmal für viele in Deutschland lebende Juden selbstverständlich wird. Und ich wünsche mir, dass die nichtjüdischen Deutschen ihn zunehmend akzeptieren. Aber ich weiß, dass es noch Generationen dauern kann, bis das gelingt. Bis dahin leben meine Familie und ich als Juden in Deutschland"...
Micha Brumlik:
"Kein Weg als Deutscher und Jude"
Daß einer schon mit knapp fünfzig seine Memoiren schreibt, mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen. Micha Brumlik, Professor für Erziehungswissenschaften in Heidelberg, Publizist und Mitglied der Frankfurter Jüdischen Gruppe, hatte aber anderes im Sinn als eitle Selbstbespiegelung. In seiner "bundesrepublikanischen Erfahrung" kann man nämlich den Weg derjenigen verfolgen, deren Eltern sich nach Exil oder Konzentrationslager entschlossen hatten, ins Nachkriegsdeutschland, nach Frankfurt, zurückzukehren...
Paul Spiegel :
Wieder zu Hause
Mit einer deutlichen Rede gegen Antisemitismus und Ausländerhass am 9.November 2000 in Berlin begeistert Paul Spiegel Hunderttausende. Woher hat er seinen Mut? Paul Spiegel wird 1937 in Warendorf als Sohn eines jüdischen Viehhändlers geboren...
Julius H. Schoeps:
"Mein Weg als deutscher Jude"
1921 erschienen Jakob Wassermanns autobiographische Bekenntnisse unter dem Titel Mein Weg als Deutscher und Jude. 1996 griff Micha Brumlik diese Worte für seinen bundesrepublikanischen Erfahrungsbericht auf und wandelte sie ab zu: Kein Weg als Deutscher und Jude. Nun also der deutsch-jüdische Historiker Julius H. Schoeps, der seine "autobiographischen Notizen" in bewußter Anspielung auf die Vorgenannten überschrieb mit: Mein Weg als deutscher Jude. "Mit diesem Titel", so Schoeps in seiner Vorbemerkung, "wird der Leser darauf verwiesen, daß es zum einen um die Selbstbefindlichkeiten des Verfassers, zum anderen um die Beschreibung einer bestimmten Zeit geht, in diesem Fall der Jahrzehnte nach dem Ende der NS-Herrschaft, in der es für Juden nicht einfach war, in Deuschland Fuß zu fassen"...
Neuanfang im Land der Täter:
Juden in Deutschland nach 1945
Richard Chaim Schneiders "Wir sind da!" und "Ich bin geblieben - warum?" von Katja Behrens...
Im "sächsischen Manchester":
Juden in Chemnitz
Chemnitz war in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine blühende Stadt voller Kunst und Kultur. Gewachsen im Wohlstand durch Industrie und Handel war sie neben Dresden und Leipzig eine der Metropolen in Sachsen. Das Buch zeichnet den Weg der Chemnitzer Juden nach: Von einer wohlhabenden und vielschichtigen Gemeinde, deren beinahe Auslöschung durch die Nationalsozialisten bis hin zum Neubeginn im vereinten Deutschland...
Ein Handbuch mit Vorbildcharakter:
Religiöse Gemeinschaften in Bremen
Als 1990 aus einem Forschungsprojekt im Studiengang Religionswissenschaften an der Universität Bremen heraus das Handbuch der religiösen Gemeinschaften in Bremen entstand, rechnete niemand mit der großen Resonanz. Übersichtsstudien in anderen deutschen Großstädten wurden durch dieses Werk angeregt. Die Auflage war schnell vergriffen...
Spurensuche in Thüringen:
Juden in Jena
Unter dem Titel 'Juden in Jena - eine Spurensuche' publiziert der Jenaer Arbeitskreis Judentum anläßlich des 60. Jahrestages der "Reichskristallnacht" in Buchform die Ergebnisse seiner Recherchen zu Jenas jüdischen Bürgerinnen und Bürgern. Der Arbeitskreis entstand 1985 in Zusammenhang mit der Vorbereitung der Friedensdekade der evangelischen Kirche. In jenem Jahr fand erstmals eine Veranstaltung zum Gedenken an den Pogrom von 1938 in der Friedenskirche statt, aus dieser Veranstaltung ist inzwischen eine Tradition geworden...
Juden im alten Halberstadt:
Weder Tonband-Meter noch Schriftzeichen gezählt
Über Jahre recherchierte Sabine Klamroth, befragte Zeitzeugen, startete Aktionen im Internet. Doch sie ermöglicht durch ein vielfältiges Lektüreverzeichnis im Anhang allen an der lokalen jüdischen Historie Interessierten weiter zu lesen. Der pensionierten Rechtsanwältin gelang es mit der knapp 400seitigen Veröffentlichung im Hallenser Projekte-Verlag, eine umfassende Darstellung von rund 200 Jahren jüdischen Lebens in der Domstadt vorzulegen...
Theodor Wolff:
Ein Leben mit der Zeitung
Wolff, der 1868 als Sohn eines jüdischen Schnapsfabrikanten geboren wurde, hatte in seiner Jugend eher künstlerische Ambitionen. Seine Bühnenstücke und Prosa allerdings waren nur mäßig erfolgreich, durch Vermittlung des Cousins und Zeitungsverlegers Rudolf Mosse wurde Wolff Korrespondent des BT in Paris, wo er unter anderem die Dreyfus Affäre verfolgte und sich couragiert hinter Georges Clemenceau, Emile Zola und Anatole France stellte...
Selbstzeugnisse:
Mein Judentum
Mein Judentum- was bedeutet es für mich?
Jigal (16 Jahre, Baden-Württemberg), Aaron (40 Jahre, Köln); Schalom Ben-Chorin (86 Jahre, Jerusalem); Max Fürst (1905-1978, Jerusalem)...
Juden in Regensburg:
Gesichter einer lebendigen Gemeinde
Der Journalist Helmut Wanner und der Fotojournalist Uwe Moosburger wurden im November für ihr Buch "Schabbat Schalom - Juden in Regensburg, Gesichter einer lebendigen Gemeinde" mit dem Preis des Regensburger Presseclubs ausgezeichnet...
Jeckes in Israel:
Deutsche Juden erzählen
Für Juden, die in der Zeit zwischen 1933 und 1939 aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach Palästina emigrierten, war das Leben in der neuen Umgebung alles andere als ein Sonntagsspaziergang. Gewaltsam herausgerissen aus einem kulturellen Umfeld, das für sie prägend war, sahen sie sich konfrontiert mit Ressentiments der bereits ansässigen jüdischen Bevölkerung...
Vor dem Vergessen bewahrt:
Moshe Yaacov BenGavri'el
Im beschaulichen Jerusalem der vierziger und fünfziger Jahre war dieser bei seinen Freunden und in jeckischen Kreisen unter seinem Spitznamen, "Moj" benGavri'el, der sich aus den Initialen seines jüdischen Vornamens - Moshe Jaacov - zusammensetzte, weit bekannt. Es ist jedoch nicht zu vergessen, dass er unter einem ganz anderen Namen, nämlich Eugen Höflich, geboren worden war. Doch ließ er diesen bei seiner Einwanderung nach Palästina in den frühen zwanziger Jahren ändern, nachdem er während des Ersten Weltkrieges unter diesem Namen auf Seiten Österreichs gekämpft hatte...
 70 Jahre Jugendalijah:
Als Pionier in Palästina
Nathan Höxter (geb 1916) wuchs in einer orthodoxen Familie in Berlin auf. Sein Vater Levi Höxter war Rabbiner der Synagoge "Beth Zion" in der Brunnenstraße. Er gehörte zur Gruppe der ersten 6 Jugendlichen, die mit der Jugendalijah nach Palästina kamen. Er lebt seit 1934 im Kibbuz Geva...
Porträt einer entwurzelten Generation:
"Geboren in Deutschland"
Walter Laqueur ist als Wissenschaftler und Autor zahlreicher historischer Werke und Kommentaren zum aktuellen politischen Geschehen gut bekannt. Seine Forschung zum Zionismus gilt schon seit langem als eines der Standardwerke. Sein jüngstes Buch, "Geboren in Deutschland", beschreitet einen gänzlich anderen Weg und versucht das Porträt einer ganzen Generation zu zeichnen...
Ein jüdisches Schicksal:
Versprich mir, dass du am Leben bleibst
Sephardische Juden waren in Berlin immer eine kleine Minderheit. Abgesehen von Biografien einzelner bekannter Persönlichkeiten unter ihnen (Henriette Herz, Heinrich Heine, Rosa Luxemburg) wissen wir wenig über das Alltagsleben der kleinen Leute unter ihnen...
Deutsche Juden auf dem Weg nach Palästina/Israel:
Endlich im Gelobten Land?
Über Jahre hinweg sammelte Joachim Schlör Lebensberichte, Briefe und fotografische Raritäten von "Jeckes", die nach Israel/Palästina auswanderten. Nun hat er einen Bildband aus seinem Material gemacht. Deutsche Juden, unterwegs in eine neue Heimat: eine faszinierende Dokumentation...
 
Deutsche Gegenwart
Buchpräsentation:
"Uns hat keiner gefragt"
Die Autorinnen und Autoren, geboren zwischen 1967 und 1977, verstehen sich nicht nur durch eine äußere, quasi künstliche Definition als Angehörige der dritten Generation. Sie teilen trotz der unterschiedlichen Orte, an denen sie aufwuchsen, die Erfahrung eines bestimmten Zeitgeistes und bestimmter prägender Ereignisse. "Schindlers Liste oder die Auseinandersetzung um das Berliner Mahnmal lassen sich in diesem Sinne als generationsbildend verstehen", betont Meike Herrmann im Vorwort. Ihnen gelingt dabei ein vielseitiger Blick auf die Rezeption des Holocausts, der aus den unterschiedlichsten Disziplinen, von der Geschichtswissenschaft bis zur Psychologie, schöpft...
Stadt, nicht Land, Israelis, nicht Juden, Hebräisch, nicht Jiddisch:
Israelis in Berlin
Ihre Stadterkundungen scheinen Fania Oz-Salzberger auf Abwege geführt zu haben. Denn das Resultat ihres Berlinaufenthalts als Stipendiatin des Wissenschaftskollegs ist keine akademische Untersuchung, sondern ein Reisebuch. In ihm geht es um die Frage: "Wie lebt es sich als Israeli in Berlin." In einer Stadt, "die ihre jüdischen Einwohner anlockte, veränderte und schließlich tötete"...
Aus Solidarität:
"Was ich den Juden schon immer mal sagen wollte"
Das von Nea Weissberg-Bob herausgegebene, aus gegebenem Anlass nicht zuletzt aus Solidarität für Dr. Michel Friedman entstandene Buch "Was ich den Juden schon immer mal sagen wollte" fokussiert den in Deutschland offen artikulierten Antisemitismus kraft ausgesprochen lesenswerter, wichtiger und für das Buch eigens verfasster Beiträge verschiedener Autorinnen und Autoren wie auch über von der Herausgeberin mit jüdischen und nichtjüdischen Gesprächspartnern geführte Interviews...
Anerkanntes Anderssein:
Y. Michal Bodemann über jüdisches Leben in Deutschland heute
In seinem neuen Buch vollzieht Bodemann den Schritt vom "Gedächtnis" zur "Erinnerung", von der durch Fremdzuschreibungen und deren Übernahme durch Repräsentanten der Juden in Deutschland behaupteten "Erfindung" hin zur tatsächlichen jüdischen "Existenz" in diesem Land...
1945 und wir:
Das Dritte Reich im Bewußtsein der Deutschen
"Soviel Hitler war nie", konstatiert Frei, "eine Flut von Filmen, Fernsehbildern und Erinnerungen bringt uns, den Nachgeborenen, "1945" näher denn je". Doch in wiefern ist diese Entwicklung der letzten Jahre tatsächlich ein Teil der aufrichtigen und selbstkritischen Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit? Wir stehen an einem Epochenende, das Frei als Übergang von der Zeitgenossenschaft zur "Arena der Erinnerungen" bezeichnet...
Jüdisches Leben im Nachkriegsdeutschland:
Leben im Land der Täter
Mit dem Ende der NS-Herrschaft im Mai 1945 schien auch die jüdische Geschichte in Deutschland definitiv beendet. Aber bereits 1945/46 kam es in mehr als 60 Städten Ost- und Westdeutschlands zur Neugründung jüdischer Gemeinden. In einem Sammelband, der auf eine Tagung des Moses Mendelssohn Zentrums in Potsdam zurückgeht, wird der Neubeginn jüdischen Lebens in Deutschland untersucht...
"Fassade des Stimmigen":
Jüdische Musik in Deutschland
Zunehmend begegnen uns Juden und Judentum unter den Klängen des "Klezmer", nicht selten begleitet von Bildern religiöser Chassidim. Die gesamte Vielfalt jüdischer Lebensformen und kultureller Ausdrucksweisen scheint auf diese visuellen und akustischen Reduktionsformen jüdischer Existenz zusammengeschrumpft...
Umgang mit der NS-Vergangenheit:
Landschaften der Lüge
Wer erfahren will, wie in deutschen Familien über den Nationalsozialismus gesprochen wird und dabei – fast ganz nebenbei – die Verantwortlichen für seine wesentlichen Verbrechen unsichtbar werden, der sollte sich das Buch von Olaf Jensen "Geschichte machen" zulegen. Es resultiert aus einer Forschungsarbeit, deren Gesamtergebnisse bereits 2002 von einem Team um den Sozialwissenschaftler Harald Welzer (Universität Witten/Herdecke) unter dem Titel "Opa war kein Nazi" veröffentlicht wurden...
Blick hinter die Kulissen:
Eng vernetzt
Oft wird das Verhältnis zwischen Deutschland und Israel als eine Art Einbahnstraße dargestellt: Die Bundesrepublik als Geber und der jüdische Staat als Nehmer. Wie wenig dieses Klischee behaftete Bild mit den Realitäten übereinstimmt, das zeigt das Buch des Politikwissenschaftlers Yves Pallade...
 Jüdischer Friedhof Königstraße:
Ein Archiv aus Stein
Der jüdische Friedhof Königstraße wird jetzt endlich restauriert und erforscht: Vergangene Woche stellten Michael Studemund-Halévy und Gaby Zürn eine erste Publikation zur Geschichte dieser und anderer jüdischer Grabstätten in Hamburg vor...
Zur Zwangsarbeiterentschädigung:
Schonungslose Abrechnung
Stuart E. Eizenstat war der amerikanische Chefunterhändler bei den Verhandlungen über die Entschädigung für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Nazireich. Als Staatssekretär in der Clinton-Administration war er zunächst Verhandlungspartner des deutschen Regierungsbeauftragten Bodo Hombach, der allerdings wie ein Elefant im Porzellanladen agierte und nach seinem Ausscheiden aus dem Schröder-Kabinett durch Graf Lambsdorff abgelöst wurde. Vor allem aber war Eizenstat Gegenspieler von Daimler-Chrysler-Finanzchef Manfred Gentz, dem Sprecher der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft...
"Jüdische Kindheit und Jugend in Deutschland seit 1945":
Selbstzeugnisse aus dem Jüdischen Museum
"Nach 1945 in Deutschland als Jude aufzuwachsen, daran war nichts selbstverständlich. Oder vielleicht doch?" Diese Frage steht im Mittelpunkt des kleinen Buches aus einer neuen Reihe bei Dumont in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin. 26 Autoren haben hier einige Erinnerungen aus ihrer Kindheit und Jugend aufgeschrieben, die von Cilly Kugelmann und Hanno Loewy eingeleitet werden...
Richard Chaim Schneider - "Wir sind da!":
Juden in Deutschland nach 1945
Richard Chaim Schneider, selbst als Kind ungarischer Holocaust-Überlebender in Deutschland geboren, näherte sich dem Thema aus innerjüdischer Perspektive. Seine Dokumentation "Wir sind da!", 10 halbstündigen Folgen, die in einer Koproduktion des Bayerischen Rundfunks und des WDRs entstanden, sind auch als Audio-Buch sehr zu empfehlen...
 "Kommunikation und Verstehen":
Der Fall Jenninger
Mit seiner Gedenkrede zum 50. Jahrestag der Reichspogromnacht löste der damalige Bundestagspräsident Philipp Jenninger im November 1988 einen Skandal aus, da er mit seinem unerwarteten Redestil und dem Ansprechen gesellschaftlicher Tabus öffentliche Reaktionen hervorrief, die unterschiedlicher nicht hätten sein können...
Nichts wissen wollen:
Die Biographie des Judenretters Hermann Gräbe
Das Leben eines der wenigen Deutschen, die Juden vor dem Holocaust gerettet haben, müßte große Aufmerksamkeit erregen – sollte man meinen. Dem ist aber nicht so! Jahrzehntelang wollte niemand etwas über Hermann Friedrich Gräbe wissen..
Eine Täterbiographie:
Die guten Eltern
Wo auch immer NS-Täter-Kinder eine Auseinandersetzung mit den Untaten ihrer Eltern versuchen, stoßen sie auf ein blockiertes und blockierendes Familiengedächtnis. Hier werden, kriminalistisch gesprochen, falsche Spuren gelegt, Beweise gefälscht, gelogen und Zeugnisse und Zeugen beseitigt. So ging es auch Beate Niemann, von der zur diesjährigen Buchmesse ein wesentliches, wenn auch bislang kaum richtig beachtetes Buch erschien...
www.Deutsche-Leidkultur.de:
Was ist los mit den Deutschen?
Was ist los mit den Deutschen? Vor zehn Jahren waren sie noch "das glücklichste Volk der Welt", nun stecken sie wieder im Jammertal der Depressionen fest und fragen sich: Wer sind wir? Was wollen wir? Warum hat uns keiner lieb? Dabei geht es allen gut. Die Wirtschaft boomt, die Sozialdemokraten regieren mit Glück und Geschick und Big Brother produziert Talente und Millionäre am laufenden Band. Alles könnte so schön sein, wenn nur die deutsche Leidkultur nicht wie eine dunkle Wolke über allem läge...
"Kein Krieg, nirgends":
Henryk Broder sammelte Reaktionen zum 11. September
Broder in Höchstform, ein wahrer Genuss, wenn auch mit fadem Nachgeschmack. Schließlich ist dieses Buch keine Fiktion, kein Roman, nichts Erdachtes. "Kein Krieg, nirgends" fasst die Reaktionen in Deutschland zum Terroranschlag des 11. Septembers zusammen und zeigt Abgründe, die schockieren und alarmieren. In ihnen macht sich ein tiefsitzender Antiamerikanismus Luft, eine Erkenntnis, die bereits andere, so beispielsweise der Historiker Dan Diner, untersucht haben. Broder stellt die Stimmung nach den Anschlägen des 11.Septembers anhand von Zitaten aus Zeitungen, Diskussionsrunden und Talkshows dar...
 
Sonstiges
Aus der Koscheren Küche:
Ißt Deutschland wieder koscher?
Die jüdische Küche ist eine der interessantesten und abwechslungsreichsten der Welt. Ihre Wurzeln reichen über 2000 Jahre zurück. Ihren kulinarischen Reichtum und ihre spezifischen Besonderheiten verdankt sie dem Einfluß der "Kaschrut", der jüdischen Speisevorschrift. Die Kaschrutregeln stammen sowohl aus der Bibel als auch aus dem Talmud und beeinflussen bis heute den täglichen Speisezettel der koscheren Küche...
Aus dem Schatten der Katastrophe:
Niels Hansen über die deutsch-israelischen Beziehungen
Niels Hansen beschreibt die langsame Annäherung zwischen Israel und Deutschland in den ersten beiden Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit einem Geleitwort von Shimon Peres...
Empfehlung:
Neues Lexikon des Judentums
Wer waren "Lévinas, Emmanuel" und "Varga, Lucie"? Und was steht in einem Lexikon des Judentums über "Dänemark" und "Moskau"? Beim Durchblättern des Neuen Lexikon des Judentums heften sich die Augen immer wieder neugierig an Namen und Begriffe. Der Wunsch, diese aus der Perspektive jüdischer Kultur und Geschichte sehen und verstehen zu lernen, treibt den Leser dabei von A bis Z. In diesem Nachschlagewerk kommt jüdisches Leben nicht enzyklopädisch, sondern exemplarisch zur Darstellung. Die mehr als 100 Autorinnen und Autoren sorgen einerseits für eine sachlich kompetente Darstellung und andererseits für eine wohltuend persönliche Sicht...
Türken und Deutsche:
Nachdenken über eine Freundschaft
Dilek Zaptcioglu eröffnet neue, nachdenklich stimmende Sichtweisen auf Deutsche und Türken, die bis heute in einer Art Hassliebe miteinander verbunden sind. Es gelingt ihr überzeugend, den Seelenzustand der Türken in Deutschland differenziert darzustellen. Dabei zeigt sie verblüffende Parallelen zwischen den Empfindungen assimilierter Juden von gestern und aufgestiegenen, integrierten Türken von heute in Deutschland auf...
 










 
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