VERHANDLUNG
Urteil im Terrorprozess für Dienstag erwartet
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Das Verfahren gegen zwei mutmaßliche IS-Kämpfer am Wiener Straflandesgericht steht vor dem Abschluss.
vom 26.07.2021, 17:30 Uhr | Update: 26.07.2021, 17:38 Uhr
Der Prozess gegen fünf Angeklagte findet derzeit unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt.
© apa / apa
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Der Terror-Prozess am Wiener-Straflandesgericht soll am Dienstag zu einem Abschluss kommen. Bereits am Montag erfolgten die Schlussplädoyers von Staatsanwalt Johannes Winklhofer und den ersten Verteidigern. Für den letzten Tag stehen die restlichen Schlussvorträge, die Beratung der Geschworenen und die Urteilsverkündung am Plan.
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Der Prozess wird gegen fünf Männer geführt, die unter Verdacht stehen, sich der terroristischen Organisation "Islamischer Staat" angeschlossen zu haben. Die letzten Zeugen waren zwei Beamte des Wiener Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) sowie ein Mithäftling von zwei Angeklagten. Letzterer erschien nicht vor Gericht, seine Aussage wurde verlesen.
Bei der Aussage des LVT-Beamten ging es hauptsächlich um den einen mittlerweile 32-jährigen Angeklagten. Er soll sich mit 17 in eine Muslima verliebt haben und zum Islam konvertiert sein. Angespornt von den Predigten und Vorträgen von Mirsad O. radikalisierte er sich. "O. hatte mehr Bedeutung als mein Vater", zitierte der Beamte eine Aussage des Steirers. Er sei ein Lieblingsschüler von Mirsad O. gewesen. Nach seinem Umzug nach Innsbruck habe der Mann in einem Boxclub "Kontakt zu Personen mit tschetschenischem Migrationshintergrund" erstmals Anschluss in seinem neuen Umfeld gefunden. Dort lernte der 32-Jährige auch den Hauptangeklagten Turpal I. kennen, mit dem er sich 2009 auf eine gemeinsame Pilgerfahrt gläubiger Muslime begab.
Kampfhandlungen in Syrien
Im syrischen Bürgerkrieg kämpfte der Angeklagte auch für den IS. Seine Bereitschaft schwand jedoch rapide, als die Truppe von Kampfjets bombardiert wurde. Heute zeigt sich der 32-Jährige reumütig und geständig.
Tupal I. beteuert hingegen seine Unschuld. Dem gebürtigen Tschetschenen wird vorgeworfen Ende August 2013 über die Türkei nach Syrien gereist zu sein und unter dem Kampfnamen Abu Aische im Bürgerkrieg für den IS gegen das Assad-Regime gekämpft zu haben. In der nordsyrischen Stadt Hraytan soll er die Erschießung von Bewohnern eines Hochhauses sowie drei als Sklavinnen gefangen genommener Frauen angeordnet haben. Tupal ließ durch seinen Verteidiger Florian Kreiner einen Bericht des auf Deradikalisierung und Extremismusprävention spezialisierten Vereins Derad vorlegen, wo er sich in Gesprächen, die er nach seiner Entlassung aus der U-Haft freiwillig initiierte, "kooperativ und einsichtig" gezeigt habe.
Mit einem Online-Artikel will er beweisen, dass ein Mann mit dem Kampfnamen Abu Aischebereits 2018 in Syrien gefallen sei. Staatsanwalt Johannes Winklhofer meinte, dass Aische ein häufiger Name in dem Gebiet sei und man nicht ausschließen könne, dass es sich beim Angeklagten, nicht um eine IS-Kämpfer handelt.
Schlagworte
Verhandlung​IS​Islamischer Staat​Terror-Prozess​Urteil​Syrien​Kampfhandlungen
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