NATIONALRATSWAHLKAMPF
Früher Start für Langstreckenlauf
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Listen von ÖVP und FPÖ werden im jeweiligen Landesparteivorstand endgültig am Montag abgesegnet
Wiener Parteien haben schon alle ihre Landeslisten für Nationalratswahl fixiert.
vom 31.05.2013, 19:00 Uhr
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Christian Rösner
Wien. So früh haben sich selten alle in Position gebracht: Fast alle Wiener Parteien haben schon ihre Landeslisten abgesegnet, um sich auf den politischen Langstreckenlauf bis zur Nationalratswahl im September vorzubereiten.
An den ersten Plätzen treten für die ÖVP Brigitte Jank und Sebastian Kurz als Doppelspitze an, für die SPÖ Rudolf Hundstorfer, für die Grünen Eva Glawischnig. Ausständig ist lediglich die detaillierte FPÖ-Landesliste, die erst kommende Woche bekanntgegeben werden soll.
Die Wiener ÖVP wird, wie bereits berichtet, mit Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank in den Wahlkampf für die Nationalratswahl im Herbst ziehen. Hinter Jank soll Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz - er ist auch Wiener Vize-Landesparteiobmann - auf Platz zwei folgen. Mit dieser Doppelspitze will die Partei Wirtschaftskompetenz signalisieren und zugleich das junge Wahlvolk ansprechen. Taktisch könnte auch eine Positionierung Janks für eine mögliche nächste Regierungsbeteiligung der ÖVP hinter dieser Rochade stehen.
Weiters folgt Wiens ÖAAB-Chefin Gabriele Tamandl auf Platz drei, der Josefstädter ÖVP-Obmann Andreas Ottenschläger auf dem vierten Platz und Markus Figl, ÖVP-Chef in der City, wird an fünfter Stelle kandidieren. Nicht ausgehen wird es sich für den Wiener Bauernbund-Präsidenten Franz Windisch und den Präsidenten der Julius-Raab-Stiftung, Harald Mahrer. Der Landesparteivorstand soll die Liste am Montagabend absegnen.
Bei der Wiener SPÖ ist man sich bereits seit Ende April einig: Spitzenkandidat für den Urnengang im Herbst wird Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Er wurde beim Landesparteitag immerhin mit 96,54 Prozent gewählt. Hinter Hundstorfer folgen auf der Landesparteiliste Verkehrsministerin Doris Bures und Staatssekretär Andreas Schieder.
Yilmas in den Nationalrat

Im Wahlkreis Wien Nord-West wurde weiters die aus der Türkei stammende Gemeinderätin Nurten Yilmaz als Spitzenkandidatin nominiert. Sie wird die erste rote Abgeordnete mit Migrationshintergrund und folgt Franz Riepl, der in Pension geht. Yilmaz kann mit einem fixen Mandat rechnen.
Bei den Grünen führt Eva Glawischnig die Landesliste der Wiener Grünen für die Nationalratswahl 2013 an. Hinter Glawischnig folgen Justizsprecher Albert Steinhauser auf dem zweiten und Migrationssprecherin Alev Korun auf dem dritten Platz. An vierter und fünfter Stelle konnten sich Kultursprecher Wolfgang Zinggl und Verfassungssprecherin Daniela Musiol durchsetzen.
FPÖ-Liste so gut wie fix

Auch die Liste der Wiener FPÖ steht dem Vernehmen nach schon fest, allerdings wird sie - so wie auch die ÖVP-Liste - erst am Montag im Landesparteivorstand beschlossen. Und dann will man noch die Sitzung des Bundesparteivorstandes am Donnerstag abwarten, wo die Bundesliste abgesegnet wird, hieß es am Freitag auf Anfrage.
So spannend es die Wiener FPÖ hier auch macht, große Überraschungen werde es im Gegensatz zur Bundesliste keine geben, wurde versichert. Wie gehabt, führt neben der Bundesliste Parteichef Heinz-Christian Strache auch die Wiener Landesliste an. Dass Basketball-Nationalspielerin und Bezirksrätin in Meidling, Petra Steger (Tochter von Ex-Vizekanzler Norbert Steger), gut positioniert sein wird, sei kein Geheimnis mehr. Sie könnte etwa auf der Wiener Landesliste den Platz von Peter Fichtenbauer einnehmen, der im Sommer in die Volksanwaltschaft wechselt. Und der 19 Jahre junge Bezirksobmann im 8. Bezirk, Maximilian Krauss, soll ebenfalls eine gute Platzierung erhalten. Auch der aus dem Nationalratspräsidium scheidende Martin Graf darf mit einer guten Platzierung rechnen, weil die Partei ihn weiterhin als Wissenschaftssprecher behalten will. "Den großen Knüller mit Quereinsteigern wird es auf jeden Fall nicht geben", versichert man in der Partei.
Gudenus bleibt in Wien

Dass der Wiener Klubchef Johann Gudenus in den Nationalrat wechseln könnte, wird auf jeden Fall ausgeschlossen. "Das war eigentlich nie ein Thema", erklärt Landesparteisekretär Hans-Jörg Jenewein in einem Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Für die Bundespartei sei Wien nämlich ein ganz wichtiges Bundesland. "Und da brauchen wir natürlich auch einen Klubobmann, der fest positioniert ist. Es hat keinen Sinn, ihn nach drei Jahren in den Nationalrat zu schicken und jemanden Neuen ranzulassen. Ich brauche bis 2015 ein stringentes Team für Wien und das garantiert mir der Klubobmann", so Jenewein weiter.
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