ARBEITSMARKT
Arbeitslose sollen mobiler werden
274
WKO-Chef Mahrer: "Da geht mehr beim Pendeln und beim Übersiedeln"
vom 09.09.2020, 17:30 Uhr
27
Die Wirtschaftskammer (WKO) drängt angesichts der coronabedingten Arbeitsmarktkrise und des regionalen Fachkräftemangels auf mehr Mobilität der Arbeitskräfte. Trotz hoher Arbeitslosenzahlen würden "zahllose Firmen" Arbeitskräfte suchen, sagte WKO-Präsident Harald Mahrer am Mittwoch in Wien. Die Arbeitslosen würden oftmals aber nicht dort wohnen, wo Jobs angeboten werden. Mahrer will daher erneut über die AMS-Zumutbarkeitsbestimmungen für Arbeitslose - etwa bei der Wegzeit - diskutieren. "Da geht mehr beim Pendeln und beim Übersiedeln", so Mahrer bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit WKO-Generalsekretär Karlheinz Kopf, bei der ein Maßnahmenpaket für mehr Beschäftigung präsentiert wurde.
Mehr zu diesem Thema
Sozialpartner und Regierung verhandeln Maßnahmen
15.09.2020 2
Schub in Richtung digitaler Transformation
Die Coronakrise wird nach Einschätzung von Kopf genauso wie die Wirtschaftskrise 2008/09 "einen Schub in Richtung digitaler Transformation" bringen. Zielführend sei eine "möglichst arbeitsnahe Höherqualifizierung und Umqualifizierung". Bildungsteilzeit soll erleichtert werden, um sie für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) interessanter zu machen, auch im Anschluss an die Kurzarbeit. Beschäftigungsanreize wollen die Wirtschaftskammervertreter mit einer degressiven Staffelung des Arbeitslosengeldes (wenn die Konjunktur anspringt) und einer zeitlichen Begrenzung der geringfügigen Beschäftigung bei Arbeitslosen erreichen.
Kategorische Ablehnung gibt es für die langjährige Gewerkschaftsforderung nach Arbeitszeitverkürzung. "Das Ziel muss sein den Kuchen größer zu machen und nicht das Gegenteil zu tun", sagte Mahrer.
Am kommenden Dienstag, 15. September, treffen sich die Sozialpartner und die Regierung zu einem Arbeitsmarktgipfel. (apa)
Schlagworte
Arbeitsmarkt​Arbeitslose​Beschäftigung​Zumutbarkeitsbestimmungen​Wirtschaftskammer
27
Weiterlesen in Österreich
STARTUPS
Speedinvest investierte 350 Millionen Euro in 250 Startups
17.09.2021
HALBLEITERPRODUKTION
Infineon schraubt Ziel für neue Chipfabrik in Villach hinauf
17.09.2021 1
ROHSTOFFE
"Nachfrage nach Holz wird weiter hoch bleiben"
17.09.2021
TEUERUNG
Inflation auf höchstem Wert seit 2011
17.09.2021 1 1
4 Kommentare
Kommentar schreiben
Wolfgang Wanz
10.09.2020, 11:46 Uhr
In Deutschland gibt es ein Taggeld für Arbeitssuchende die zu einem entfernten Vorstellungstermin fahren. In Österreich lehnt die Gemeinschaft der AN und AG Vertreter sogar das ab. Da bleiben die Arbeitssuchenden dann auf deren Kosten sitzen selbst wenn diese durch halb Ö… mehr
antworten
29
2

melden
saubertl09.09.2020, 18:12 Uhr
Arbeitszeitverkürzung
Hier gehöre die überregionale Vermittlung(en) durch das AMS ausgebaut.
Ähhh? Das bedeute wohl, dass
1. Pendler weiter zur Arbeit fahren sollen;
2. Pendler sollen mehr Zeit für den Weg zur Arbeit aufwenden;
3. Arbeitssuchende sollen schneller in entlegene … mehr
antworten
38
4

melden
GeBa09.09.2020, 17:58 Uhr
Das hätte sich das Gastronomie- und Hotelgewerbe schon seit langem gewünscht.
Aber flexibel sind nur die Ostdeutschen, die Wiener sind träge und faul.
antworten
8
39

melden
kreativnix10.09.2020, 11:54 Uhr
Das lässt sich nur verbessern, wenn die Menschen nicht mehr in Familien wohnen. Sondern einfach als Wanderarbeiter den Unternehmern, dort wo sie gebraucht werden, zur Verfügung stehen.
Es versteht sich zu adäquatem Lohn, denn sonst kann man ja gleich die billigen Arbeiter aus den Rand-EU-Staaten holen.
4
15
melden
zur Startseite
Warum das Wohnzimmer zur Schule wird
E-PAPER
für alle Endgeräte
JETZT TESTEN
ABOS
immer bestens informiert
JETZT WÄHLEN
NEWSLETTER
täglich informiert
JETZT ABONNIEREN

Impressum Kontakt AGBDatenschutz Cookie-Policy
Wiener Zeitung Gruppe: Unternehmen​Mediasales Jobs Redaktion​Redaktionsstatut​English Information about WZ Aboangebote
Unterstützen Sie Qualitätsjournalismus mit Ihrer Zustimmung
Bitte stimmen Sie der Verwendung von Analyse- und Marketing-Cookies auf der Webseite der Wiener Zeitung zu. Damit helfen Sie uns, unsere Webseite zu verbessern und wir können Ihnen damit für Sie zugeschnittene Werbung präsentieren. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit in den Cookie Einstellungen (Sie finden am linken unteren Bildschirmrand ein hellblaues Schild.) widerrufen.

Analyse- und Marketing-Cookies sind technisch nicht erforderliche Cookies, die nur aufgrund Ihrer Zustimmung in Ihrem Endgerät gespeichert werden dürfen. Durch die Bestätigung des Buttons „Cookies akzeptieren“ erteilen Sie uns Ihre Zustimmung zu allen technisch nicht erforderlichen Cookies. Sie können auch die Zustimmung zu allen technisch nicht erforderlichen Cookies mit dem Button "Alle ablehnen" bzw. über die „Cookie Einstellungen“ verweigern.

Mit Hilfe von Cookies verarbeitete personenbezogene Daten werden von der Wiener Zeitung und von Werbepartnern (IAB und IAB-Lieferanten) verarbeitet. Im Rahmen der Verarbeitung erfolgt eine Speicherung von Informationen im Endgerät des Webseitenbesuchers und können die Wiener Zeitung und Werbepartner der Wiener Zeitung auf Informationen im Endgerät, z.B. auf eindeutige Kennungen in Cookies, des Webseitenbesuchers zugreifen. Nähere Informationen zu Cookies und zum Widerruf technisch nicht erforderlicher Cookies finden Sie in unserer Cookie Policy
Ihre Zustimmung bezieht sich auch auf die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Dienstleister in den USA. Nach einer Entscheidung des EuGH gewährleisten die USA kein ausreichendes Datenschutzniveau.
Zu diesen Zwecken verwenden wir Cookies
Genaue Standortdaten verwenden. Geräteeigenschaften zur Identifikation aktiv abfragen. Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen. Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen- und Inhaltsmessung, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklung.

StartseiteWirtschaftÖsterreich