CORONAVIRUS
Virologin Von Laer für bundesweite Antikörperstudie
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Die Virologin ist überzeugt, dass der Antikörperwert auch Einzug in den Grünen Pass finden wird.
vom 12.09.2021, 11:47 Uhr | Update: 13.09.2021, 09:27 Uhr
Die Virologin Dorothee von Laer empfiehlt älteren Personen und Risikopatienten einen dritten Stich nach acht Monaten.
© APA / HERBERT NEUBAUER
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Die Innsbrucker Virologin Dorothee Von Laer plädiert in einem Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" (Sonntagsausgabe) für eine bundesweite Antikörperstudie. 5.000 Menschen an repräsentativen Orten zu testen würde ausreichen, so die Virologin. Dazu bräuchte es vorher die Zustimmung der Ethikkommission und einen Auftrag des Bundes. Ferner zeigte sich Von Laer überzeugt, dass der aussagekräftige Antikörperwert auch Einzug in den Grünen Pass finden wird.
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"Studien dazu sind derzeit am Laufen und man wird wie z. B. bei Hepatitis B einen klaren Grenzwert festlegen können, ab dem man als geschützt gilt", erläuterte sie. In bisherigen Studien konnte festgestellt werden, "dass ab dem von der Weltgesundheitsorganisation WHO standardisierten Antikörperwert von 100 BAU/ml (Binding Antibody Units) zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Schutz gegeben ist", zitierte Von Laer den aktuellen Forschungsstand.
Immunschutz bei Genesenen stabiler
Bei den Geimpften sei es dagegen oft schwierig, Aussagen über den Wert des Antikörpertiters zu treffen. "Wie wir sehen, gibt es bei der Delta-Variante Impfdurchbrüche, obwohl der Titer hoch ist" meinte Von Laer im Gespräch mit der "TT". Wer eine Infektion durchgemacht hat, bilde unter anderem Anti-N-Antikörper (gegen das Nucleocapsid-Antigen) und -S-Antikörper (gegen das Spike-Protein) sowie T-Zellen (langfristige Immunantwort). Die Geimpften würden dagegen nur Anti-S-Antikörper bilden, erklärte die Wissenschafterin. So könne man herausfinden, wer bereits eine Corona-Erkrankung durchgemacht hat.
Der Schutz der Genesenen sei gleichzusetzen mit dem Schutz der Geimpften, der Immunschutz bei Genesenen hingegen sogar noch stabiler. Bei Genesenen könne man nach 18 Monaten noch Antikörper nachweisen, nach der Pfizer-Impfung sinke der Titerwert um rund sechs Prozent pro Monat.
Was die Auffrischungsimpfung betrifft, empfahl Von Laer älteren Personen und Risikopatienten einen dritten Stich nach acht Monaten, einen Antikörpertest hielt sie in jenen Fällen nicht für notwendig. Alle anderen könnten bei einem Antikörperwert über 100 BAU/ml bis 150 BAU/ml aber zuwarten, so die Innsbrucker Medizinerin.
Abschließend erneuerte sie ihre Aufforderung an die Bürgerinnen und Bürger, sich impfen zu lassen: "Wenn sich jetzt noch 15 bis 20 Prozent in Österreich impfen lassen, können wir wie in Dänemark die Pandemie als beendet erklären", betonte Von Laer. Dann könne die Pandemie "in zwei, drei Monaten vorbei sein". (apa)
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12 Kommentare
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Bergmann Lukas
21.09.2021, 23:07 Uhr
Als Medizinethiker wünsche ich mir sehr, dass welche Ethik-Kommission auch immmer dieses Ansinnen einer "bundesweiten Antikörperstudie" ablehnt. Eine solche Studie würde nur Verwirrung anrichten: Anders als beim Katzen-CoVi(Takano et al 2008) sind der Status und die Bedeutung … mehr
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Bergmann Lukas
21.09.2021, 16:13 Uhr
Für mich ist klar, dass wir uns impfen lassen sollen, und zwar mit Moderna, weil das Vakzin die besten Studienergebnisse zeigt.
Wir sollten uns aber ohne den Firlefanz von Herrn Drosten und Frau van Laer impfen lassen. Aus 2 Gründen, die ich für sehr wichtig halte:
a) … mehr
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Bergmann Lukas
21.09.2021, 15:21 Uhr
S.g. Frau von Laer, durch seine überlegene Petrow-Defensivstrategie ist das CoVi unschlagbar und führt zu einem Eleatensprint, den das Immunsystem nicht gewinnen kann. "Eleatensprint" bedeutet: hält sich das Immunsystem an seine ihm eingegebene Strategie, dann ist das Covi immer mehr
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Bergmann Lukas
21.09.2021, 15:16 Uhr
Das Coronavirus verhält sich wie die meisten Erkältungsviren "rekursiv" im Erbgut der Wirtszelle und ist daher unschlagbar. Es täuscht den Spieler, das zelluläre Immunsystem mit seinen Fresszellen, zunächst, indem es sich nach dem Zugriff verändert. Bei einem durchschnittlichen … mehr
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Bergmann Lukas
21.09.2021, 14:39 Uhr
"Die Innsbrucker Virologin Dorothee Von Laer plädiert in einem Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" (Sonntagsausgabe) für eine bundesweite Antikörperstudie. 5.000 Menschen an repräsentativen Orten zu testen würde ausreichen, so die Virologin. Dazu bräuchte es vorher die … mehr
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Bergmann Lukas21.09.2021, 22:52 Uhr
Jedenfalls so interpretiere ich die Aussage von Christian Drosten in
https://tkp.at/2021/09/07/virologe-drosten-herdenimmunitaet-nur-durch-infektion-von-geimpften/
Da ich mich impfen habe lassen, bin ich jetzt zutiefst verunsichert, weil Drostens Aussage die Wirkung … mehr
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